Testbericht Casio Exilim EX-Z60 Digitalkamera
Ich hatte eine ganze Weile lang nach einer kleinen, handlichen Digicam gesucht, die möglichst einfach zu bedienen ist und auch noch super, zumindest gute, Bilder macht.
Nach ein bisschen Recherche bin ich dann auch die Exilim-Serie von Casio gekommen, speziell die EX-Z50. Viele Tests und Erfahrungsberichte haben der Kamera-Serie einfache Bedienung und schnelle Reaktion bescheinigt. Bei der Bildqualität gehen die Meinungen stark auseinander, von “super geil” bis zu “nicht zu gebrauchen”. Was soll man nun davon halten? Mut zur Lücke und dann eine Digicam gekauft, zwar gebraucht und eine EX-Z60, aber ich dachte, schlechter kann die hoffentlich nicht sein.
Die Kamera ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber für meine Belange, einfach, schnell, gute Bilder zu machen, sollte sie ausreichen.
Und hier nun meine Erfahrungen der letzten Monate.
Die EX-Z60 ist klein und handlich, aber noch nicht zu klein. Geliefert wird die Kamera zusammen mit Akku, Ladegerät und Video-Kabel zum Anschluss an den Fernseher sowie USB Kabel für den PC.
Akku hinein und einschalten. Nach etwa 2 Sekunden ist das dreifach-optische Objektiv ein Stück hinausgefahren und die Kamera im Bestshot-Modus knippsbereit. Bestshot ist das Automatik-Programm von einer ganzen Reihe Motiv-Programme, z. B. Landschaft, Porträt, Sport, Nacht, … und eine Menge mehr.
Mit dem Display ein Motiv angepeilt, die Kamera besitzt keinen optischen Sucher, und den Auslöser leicht angetippt und schon surrt der Autofokus los. Der ist schön schnell, ausser wenn es zu dunkel ist oder der Kontrast für die Scharfstellung nicht ausreicht, da kann es schon eine Sekunde dauern. Aber man kann auch einfach durchdrücken (oder das Schnellschussprogramm nehmen) und das Bild ist im Kasten bzw. auf der SD Karte. Hier kann es schon mal zu unscharfen Bildern kommen.
Der fehlende optische Sucher stört mich nicht mehr. Das Display hat etwa 63 mm (2,5″) sichtbare Diagonale und ist auch auch bei Sonnenlicht gut abzulesen ist.
Die Bilder sind im allgemeinen gut und scharf. Ist es zu dunkel, kann es zu Rauschen kommen. Das Rauschen ist unterschiedlich stark. Aussen sind die Bilder meist besser als innen, auch wenn das Licht nicht ganz so gut ist, innen schwankt es stark zwischen gut, geht noch und nicht akzeptabel. Wobei ich das mit innen und Blitz an, Vorblitz mit Anti-Rote-Augen (was übrigens fast nie funktioniert) oder so noch nicht entgültig sagen kann, woran es nun liegt.
Der Blitz ist erstaunlich gut für so ein kleines Ding. Es gibt normalen Blitz, der kann ggf. zu hell sein. Weichen Blitz, kann auch noch zu hell sein – habe bis jetzt keinen Unterschied
feststellen können. Der Anti-Rote-Augen-Blitz funktioniert irgendwie nicht so richtig.
Die Bedienung ist sehr einfach, es geht auch ohne Handbuch. Schön finde ich die Kalenderfunktion, da wird auf dem Display ein Monatskalender angezeigt. An den Tagen, an denen Aufnahmen gemacht wurden, ist dann jeweils das erste Bild in einer Miniaturansicht sichtbar.
Von den vielen Motivprogrammen habe ich bisher nur das Kerzenlicht-Programm ausprobiert. Ist ohne Stativ nicht zu gebrauchen. Die weiteren Programme klingen zum Teil interessant: Pinboards oder Visitenkarten. Werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
Die Videofunktion habe ich bisher nicht ausprobiert. Interessiert mich nicht. Auch kann ich nichts über die Qualität der Darstellung auf dem Fernseher sagen, da mir leider das AV-Kabel fehlt. Auch habe ich noch keine direkten Abzüge gemacht, daher kann ich dazu noch nichts sagen. Mehr, wenn es so weit ist.
Die Kamera ist recht schmal und steht schlecht. Sie kann leicht umfallen. Oder man legt sie auf das Display, Kratzer vorprogrammiert, oder man muss sie auf die Objektivseite legen und das macht man besser mit eingefahrenen Objektiv.
Der Akku hält für mindestens 150 Bilder (etwa ein Drittel mit Blitz) und wird in etwa zwei Stunden aufgeladen.
Was ist gut?
- Die Größe passt einfach, nicht zu klein und nicht zu groß. LxHxT ca. 95 mm x 62 mm x 21 mm.
- Schnellstart: einfach auf Knipsen oder Abspielen drücken und schon geht die Kamera an.
- Schneller Autofokus.
- Einfache Bedienung mit wenig Schaltern. Zoom mit Tasten auf der Rückseite und nicht mit einer “Wippe” um den Auslöser.
- Sieht chic aus. Gibt es in rot, schwarz oder silber.
- Überwiegend gute Bilder.
Was ist nicht so gut?
- Der Akku muss zum Aufladen aus dem Gerät genommen werden. Das Ladegerät ist recht gross.
- Kein optischer Sucher. Aber ich vermisse ihn auch nicht mehr.
- Eine Displayschutzfolie ist notwendig. Oder man lebt mit Kratzern auf dem Display bzw. auf dem Ring ums Objektiv.
- Das gelegentliche, manchmal unerträgliche Rauschen, das irgendwie keinem Prinzip folgt.
Technische Daten
- 6 Megapixel CCD
- 9 Punkt Autofokus, Spot Fokus, Makro, unendlich
- Antishake DSP
- SD/MMC Karten Slot
- JPEG mit Exif
- Auflösung 2816×2112 und verschiedene kleinere Auflösungen
- Objektiv entspricht ca. 38-114 mm Kleinbildkamera
- USB 2.0
Die ausführlichen technischen Daten sind bei Casio unter www.exilim.de zu finden.
Die Fotos wurden uebrigens mit einer Exilim EX-Z50 gemacht (anschliessend verkleinert).
Hinweis: Die Angaben auf dieser Seite geben meine persönliche Meinung wieder und wurden nach besten Wissen erstellt. Insbesondere bei den technischen Angaben verweise ich ausdrücklich auf die Angaben des Herstellers. Irrtümer sind vorbehalten. Änderungen und Ergänzungen sind jederzeit möglich und wahrscheinlich. Hinweise zu Fehlern und Anmerkungen sind willkommen.
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